Ja, ja, ja... wir sind wiedermal etwas spät.
Nichts desto Trotz wollen wir Euch die neueste Errungenschaft im küchenschreck'schen Haushalt nicht vorenthalten. Als waschechte Thüringerin bzw. Thüringenliebhaber müssen wir hier in unserem neuen Zuhause in Brandenburg selbstverständlich die Thüringische Flagge patriotisch ganz, ganz hoch halten.
Denn da ein Thüringer ohne seine geliebte Bratwurst ein Krüppel ist, haben wir uns für die heimische Terasse kürzlich einen Standsäulengrill "Modell Erfurt" besorgt. Bereits der Name des Grill-Modells lässt deutliche Rückschlüsse auf die liebste Sommer-Freizeit-Beschäftigung des gemeinen Thüringers zu.
Tja,mit seiner Bratwurst da ist der Thüringer eigen. Immerhin findet sich die älteste bekannte urkundliche Erwähnung einer Bratwurst bereits 1404 im Thüringischen Staatsarchiv Rudolstadt in einer Abschrift der Propsteirechnung des Arnstädter Jungfrauenklosters. Heutzutage gibt es Spezialisten, die ihrer Liebe zu landestypischem Grillgut mit dem traditionellen Angrillen am 1.Januar und dem Abgrillen am 31.Dezember fröhnen. Nicht nur spezielle Rezepturen, bei denen mindestens 51% der Zutaten aus Thüringen stammen müssen, machen den ganz besonderen Geschmack aus, sondern auch die Zubereitung. Eine Thüringer Wurst ohne Holzkohlegrill (Buchenholzkohle) ist keine Original Thüringer Rostbratwurst mehr. So kommt es zwischen Potsdam und Berlin des öfteren zu heftigen Auseinandersetzungen an Grillständen und Imbissbuden, die "Original Thüringer Rostbratwürste" vom Elektrogrill anbieten. Da genügt ein geschulter Kennerblick, um zu erkennen, dass gute Würste in Brandenburg rar sind.
Und deshalb gibts ab sofort regelmäßig frischen Thüringer Bratwurstimport, der stilecht auf Buchenholzkohle gebrutzelt wird. Aber nicht nur die Würste landen auf dem Grill sondern ab sofort auch frischer Fisch und Gemüse aller Art... ach wie schön kann Sommer sein!



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