Sonntag, 13. Juni 2010

In der eigenen Küche: Thüringer Mooskuchen

Da haben unsere Freunde aber neulich nicht schlecht geschaut, als wir ihnen unseren Spezialkuchen mit der grünen Decke kredenzten. Die Rede ist von Mooskuchen. Und weil es bereits im letzten Beitrag um Thüringische Spezialitäten ging, wollen wir Euch eins unserer liebsten Kuchenrezepte nicht vorenthalten. Der Mooskuchen ist ein sehr, sehr leckerer Schokoladenkuchen mit Eischnee-Glasur, die mit Kaffee bestreut wird...durch den Kaffee wird die Decke nach einiger Zeit grünlich und gibt dem Kuchen seinen Namen.

Man nehme:

für den Boden
350g Mehl
300g Margarine
300g Zucker
6 Eigelb
250ml saure Sahne
1 gestrichener TL Natron
3 EL Kakao

für den Belag
6 Eiweiß
3 EL Puderzucker
125g Hartfett (Palmin)
Kaffeepulver

und bereite daraus einen Kuchen wie folgt:

Alle Zutaten müssen Zimmertemperatur haben. Zucker und Eigelb schaumig rühren. Margarine, saure Sahne, Kakao, Natron und Mehl nach und nach zugeben und zu einer teigigen Masse zusammenrühren. Masse auf einem gefetteten Backblech verteilen und 20 Minuten bei 180°C backen.
Den Teig auskühlen lassen.
Für den Belag das Hartfett zerlassen und auskühlen lassen. Eiweiß mit Puderzucker mischen und steif schlagen. Erkaltetes Hartfett nach und nach vorsichtig einrühren und Eiweißmasse nochmals ca. 5 Minuten schlagen. Diese Masse dann auf dem ausgekühlten Kuchen verteilen und mit Kaffeepulver bestreuen. Nach 1-2 Stunden beginnt die Grünfärbung. Wer also ein optimales Moss-Ergbnis haben möchte, lässt den Kuchen vor dem Anschnitt über nach an einem kühlen Ort stehen. Dann können sich auch alle Aromen optimal verteilen und der Kuchen schmeckt nochmal so gut.

Guten Appetit an alle Leckermäulchen!

Samstag, 12. Juni 2010

Die Grillsaison ist endlich eröffnet!

Ja, ja, ja... wir sind wiedermal etwas spät. 
Nichts desto Trotz wollen wir Euch die neueste Errungenschaft im küchenschreck'schen Haushalt nicht vorenthalten. Als waschechte Thüringerin bzw. Thüringenliebhaber müssen wir hier in unserem neuen Zuhause in Brandenburg selbstverständlich die Thüringische Flagge patriotisch ganz, ganz hoch halten. 
Denn da ein Thüringer ohne seine geliebte Bratwurst ein Krüppel ist, haben wir uns für die heimische Terasse kürzlich einen Standsäulengrill "Modell Erfurt" besorgt. Bereits der Name des Grill-Modells lässt deutliche Rückschlüsse auf die liebste Sommer-Freizeit-Beschäftigung des gemeinen Thüringers zu.
Tja,mit seiner Bratwurst da ist der Thüringer eigen. Immerhin findet sich die älteste bekannte urkundliche Erwähnung einer Bratwurst bereits 1404 im Thüringischen Staatsarchiv Rudolstadt in einer Abschrift der Propsteirechnung des Arnstädter Jungfrauenklosters. Heutzutage gibt es Spezialisten, die ihrer Liebe zu landestypischem Grillgut mit dem traditionellen Angrillen am 1.Januar und dem Abgrillen am 31.Dezember fröhnen. 
Nicht nur spezielle Rezepturen, bei denen mindestens 51% der Zutaten aus Thüringen stammen müssen, machen den ganz besonderen Geschmack aus, sondern auch die Zubereitung. Eine Thüringer Wurst ohne Holzkohlegrill (Buchenholzkohle) ist keine Original Thüringer Rostbratwurst mehr.  So kommt es zwischen Potsdam und Berlin des öfteren zu heftigen Auseinandersetzungen an Grillständen und Imbissbuden, die "Original Thüringer Rostbratwürste" vom Elektrogrill anbieten. Da genügt ein geschulter Kennerblick, um zu erkennen, dass gute Würste in Brandenburg rar sind.
Und deshalb gibts ab sofort regelmäßig frischen Thüringer Bratwurstimport, der stilecht auf Buchenholzkohle gebrutzelt wird. Aber nicht nur die Würste landen auf dem Grill sondern ab sofort auch frischer Fisch und Gemüse aller Art... ach wie schön kann Sommer sein!