Montag, 17. Mai 2010

Der Küchenschreck in Rom - Kolbe Hotel Roma

Jedes Frühjahr nehmen wir uns eine europäische Stadt zum Ziel unserer Entdeckertouren. Letztes Jahr Barcelona, dieses Jahr Rom.
Rom - Zentrum antiker Weltgeschichte, Weltkulturerbe, italienische Hauptstadt und Pilgerstätte für Abertausende Gläubige. Es ist atemberaubend, wie viele Kulturschätze und steinerne Zeitzeugen man hier finden kann. Wir waren täglich mindestens 8-10 Stunden zu Fuß durch diese unglaubliche Stadt unterwegs. Wir haben wahnsinnig viel gesehen, aber lange nicht all das, was eigentlich auf unserer Agenda stand.

Will man Rom besser kennenlernen, muss man sich Zeit nehmen. Leider hetzen viele Touristen blindlings durch den Petersdom, über die Piazza Navona, die spanische Treppe und an der Fontana di Trevi vorbei...noch schnell durchs Kolosseum und fertig. Dabei sind es gerade die Straßen, Plätze und die vielen kleinen Gassen, die die Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden und die Rom ihren Charme verleihen. Und neben den bereits erwähnten Highlights muss man so viel anderes erlebt haben. Den Campo di Fiori beispielsweise mit den 1000 Obst-, Gemüse- und Blumenständen, die in ihrer Vielfalt und Farbigkeit miteinander konkurrieren, bewacht von der Statue Giordano Brunos.

Ein Bummel über die Engelsbrücke, um die wunderschönen Engelstatuen Berninis und seiner Schüler zu bestaunen. Ein Spaziergang durch die Villa Borghese bei mildem Frühlingslicht. Anstelle der Sixtinischen Kapelle gibt es hunderte anderer sehenswerter Objekte in den vatikanischen Museen anzuschauen. Das jüdische Viertel mit seinem beschaulichen Treiben und seinen kleinen koscheren Restaurants... das Forum Romanum dauert dann eben auch mal 6 Stunden, will man sich alles genau ansehen und nachlesen, was mal wo stand und wofür welches Gebäude genutzt wurde.
Wir haben unglaubliche 5 Tage in der ewigen Stadt verbracht und kamen mit so vielen Eindrücken wieder, dass für uns feststeht: im Frühjahr 2011 gibt es wieder eine Rom-Reise.
Für unseren Aufenthalt hatten wir im Internet das Kolbe Hotel Rom ausgesucht.
Einst ein Franziskanerkloster bietet das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert heute 72 Zimmer und Suiten, die modern eingerichtet sind, ohne den ursprünglichen Charakter des Hauses durch steriles Hotelambiente zu zerstören. Der kleine Garten, in dem ein kleiner Springbrunnen plätschert ist liebevoll angelegt und sehr gepflegt. Das Restaurant mit Innen- und Außenbereich, sowie eine kleine hübsche Bar laden den asphaltmüden Gast zum Verweilen ein. Die Speisekarte ist übersichtlich und bietet italienische Küche mit frischen Zutaten und eine erstklassige Weinauswahl. Die Erwartungen werden hier nicht enttäuscht. Das Frühstück nimmt man ebenfalls in diesem Restaurant ein. Man bekommt ein reichhaltiges Buffet mit allem, was man als Tourist in einem Hotel der 4*-Kategorie essen mag, angefangen von Toast und Brötchen, Obst, Müsli und Joghurt, verschiedenen Säften, Eier jeder Form (gekocht, gerührt, gespiegelt), Wurst, Käse, Honig, Konfitüre... Tee und Kaffee gibt es ebenfalls am Buffet. Das Personal ist durch die Bank freundlich und sehr hilfsbereit. In der Lobby kann man gegen Gebühr auch das hauseigene WLan nutzen, das leider in Italien oft sehr langsam ist.
Einziger Kritikpunkt: Die Sauberkeit in den Zimmern lässt zu wünschen übrig. Mangels Zeit wird nicht so genau hingesehen und so findet sich Staub in allen Ecken, der erst auf nachdrückliches Drängen entfernt wird. Wenn sich das ändert, ist das Kolbe Hotel Rom ein wundervolles Kleinod direkt hinter dem Palatin, also mittendrin in der Stadt mit einem Hauch von Ewigkeit.