Dienstag, 25. Mai 2010

Die schlimmsten Getränke der Welt-eine Kalorienbilanz

Die Mens Health veröffentlichte kürzlich eine Fotostrecke mit den wohl kalorienreichsten Getränken der Welt. Abgebildet sind hierbei Getränke vom Energy-Drink bis zum Kaffeemix neben der Menge ihrer äquivalenten Lebensmittel.
Vergleichsweise harmlos schneidet da z.B. 1 Büchse Arizona Kiwi Strawberry ab. Mit 345 kcal und 81g Zucker entspricht diese Dosenmenge 7 gut gefüllten Müslischüsselchen Frootloops.
Heftiger dagegen ist da schon der Dairy Queen Caramel MooLatte (24 fl oz), der mit 870 Kalorien, 24 g Fett und 112 g Zucker auf den Hüften landet und damit 12 Dunkin’ Donuts Bavarian Creme Doughnuts enstpricht. Das ist aber noch lange nicht der Oberburner, denn der Caramel Latte ist nur Platz 8 im Ranking.
Das Schlimmste, was man sich in Amerika rein kalorientechnisch hinter die Binde gießen kannund damit unumstritten Platz 1 der Getränkeliste belegt, ist der Cold Stone PB&C ("Gotta Have It" Größe, 24 fl oz). Der sorgt mit ganzen 2010 kcal für rundes Unwohlsein, wenn man bedenkt, dass diese Kalorienanzahl knapp dem Tagesbedarf eines normal arbeitenden Erwachsenen entspricht.
Brrr.... da widme ich mich jetzt lieber einer guten Tasse frischgemahlenen und handgebrühten Kaffees und gehe morgen dafür umso entspannter auf die Waage ;-).

Sonntag, 23. Mai 2010

Kreative Kekse








Beim Stöbern durchs Netz sind mir neulich zauberhafte Kekse in den Schoß gefallen.
Zoe Lukas kommt aus einer Dessert liebenden Familie. Ihre Mutter ist eine begnadete Hobbybäckerin und Ihr Vater, der viel reiste, suchte überall in Amerika die feinsten Gebäckstücke, die er seinen Lieben daheim dann als Mitbringsel offerierte. Das hinterlässt Spuren. Und obwohl Zoe ihren Abschluß in Malerei vom Maryland Institut College of Art in Baltimoremachte, zog es sie zurück an den Backofen. Ihre Passion sind Kuchen, Gebäck und Kekse mit wundervollem Dekor.
Mittlerweile hat sie in Philadelphia (PA) ihren eigenen Whipped Bakeshop eröffnet und zaubert die fabelhaftesten Süßigkeiten, die man sich vorstellen kann. Ob Hochzeitstorte, Valentinstagskekse, Geburtstagsteilchen oder Cupcakes... jeder Wunsch wird erfüllt. Und dabei arbeitet das Team um Zoe ausschließlich mit den frischesten natürlichen Zutaten, wie Butter, ausgesuchtem Mehl, saisonalen Früchten und bester Premium Schokolade. Das ist ja in den USA durchaus nicht sehr üblich.
Neben ihrer Website twittert sie ihre Kreationen in die Welt, führt ihren eigenen Blog und stellt die Fotos ihrer neuesten Schlemmereien regelmäßig auf flickr ein und der Küchenschreck ist so begeistert, dass er's Euch hier nicht vorenthalten mag ;-).

Montag, 17. Mai 2010

Der Küchenschreck in Rom - Kolbe Hotel Roma

Jedes Frühjahr nehmen wir uns eine europäische Stadt zum Ziel unserer Entdeckertouren. Letztes Jahr Barcelona, dieses Jahr Rom.
Rom - Zentrum antiker Weltgeschichte, Weltkulturerbe, italienische Hauptstadt und Pilgerstätte für Abertausende Gläubige. Es ist atemberaubend, wie viele Kulturschätze und steinerne Zeitzeugen man hier finden kann. Wir waren täglich mindestens 8-10 Stunden zu Fuß durch diese unglaubliche Stadt unterwegs. Wir haben wahnsinnig viel gesehen, aber lange nicht all das, was eigentlich auf unserer Agenda stand.

Will man Rom besser kennenlernen, muss man sich Zeit nehmen. Leider hetzen viele Touristen blindlings durch den Petersdom, über die Piazza Navona, die spanische Treppe und an der Fontana di Trevi vorbei...noch schnell durchs Kolosseum und fertig. Dabei sind es gerade die Straßen, Plätze und die vielen kleinen Gassen, die die Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden und die Rom ihren Charme verleihen. Und neben den bereits erwähnten Highlights muss man so viel anderes erlebt haben. Den Campo di Fiori beispielsweise mit den 1000 Obst-, Gemüse- und Blumenständen, die in ihrer Vielfalt und Farbigkeit miteinander konkurrieren, bewacht von der Statue Giordano Brunos.

Ein Bummel über die Engelsbrücke, um die wunderschönen Engelstatuen Berninis und seiner Schüler zu bestaunen. Ein Spaziergang durch die Villa Borghese bei mildem Frühlingslicht. Anstelle der Sixtinischen Kapelle gibt es hunderte anderer sehenswerter Objekte in den vatikanischen Museen anzuschauen. Das jüdische Viertel mit seinem beschaulichen Treiben und seinen kleinen koscheren Restaurants... das Forum Romanum dauert dann eben auch mal 6 Stunden, will man sich alles genau ansehen und nachlesen, was mal wo stand und wofür welches Gebäude genutzt wurde.
Wir haben unglaubliche 5 Tage in der ewigen Stadt verbracht und kamen mit so vielen Eindrücken wieder, dass für uns feststeht: im Frühjahr 2011 gibt es wieder eine Rom-Reise.
Für unseren Aufenthalt hatten wir im Internet das Kolbe Hotel Rom ausgesucht.
Einst ein Franziskanerkloster bietet das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert heute 72 Zimmer und Suiten, die modern eingerichtet sind, ohne den ursprünglichen Charakter des Hauses durch steriles Hotelambiente zu zerstören. Der kleine Garten, in dem ein kleiner Springbrunnen plätschert ist liebevoll angelegt und sehr gepflegt. Das Restaurant mit Innen- und Außenbereich, sowie eine kleine hübsche Bar laden den asphaltmüden Gast zum Verweilen ein. Die Speisekarte ist übersichtlich und bietet italienische Küche mit frischen Zutaten und eine erstklassige Weinauswahl. Die Erwartungen werden hier nicht enttäuscht. Das Frühstück nimmt man ebenfalls in diesem Restaurant ein. Man bekommt ein reichhaltiges Buffet mit allem, was man als Tourist in einem Hotel der 4*-Kategorie essen mag, angefangen von Toast und Brötchen, Obst, Müsli und Joghurt, verschiedenen Säften, Eier jeder Form (gekocht, gerührt, gespiegelt), Wurst, Käse, Honig, Konfitüre... Tee und Kaffee gibt es ebenfalls am Buffet. Das Personal ist durch die Bank freundlich und sehr hilfsbereit. In der Lobby kann man gegen Gebühr auch das hauseigene WLan nutzen, das leider in Italien oft sehr langsam ist.
Einziger Kritikpunkt: Die Sauberkeit in den Zimmern lässt zu wünschen übrig. Mangels Zeit wird nicht so genau hingesehen und so findet sich Staub in allen Ecken, der erst auf nachdrückliches Drängen entfernt wird. Wenn sich das ändert, ist das Kolbe Hotel Rom ein wundervolles Kleinod direkt hinter dem Palatin, also mittendrin in der Stadt mit einem Hauch von Ewigkeit.

Sonntag, 16. Mai 2010

Neues Wissen getestet

Wir sind bekennende Weintrinker!
Wir mögen sie sehr, die roten, weißen und rosigen. Und neben unseren Lieblingsweinen, die man immer in unserem Weinregal finden wird, probieren wir gern immer wieder Neues aus.
Seit längerer Zeit bekommen wir regelmäßig Post von delinat, einem Internet-Weinhandel mit Stammsitz in der Schweiz und Deutschlandniederlassung. Vor bereits 30 Jahren entstand nämlich die Idee, dem Bioweinbau auf die Sprünge zu helfen...die Geburtsstunde von delinat. Einige Jahre darauf entstand ein Degustierservice, der Weinfreunde immer wieder neue feine Tröpfchen entdecken lässt. Die Delinat Degustierpakete gehören zu den beliebtesten Weinpaketen im deutschsprachigen Raum. Weine, die in das exclusive Delinat-Programm aufgenommen werden, sind ökologisch einwandfreie und hochwertige Qualitätsweine von Bio-Winzern aus ganz Europa. Dabei unterliegen Delinat-Weine strenger Prüfungen nach eigenen Richtlinien, bevor sie ins Sortiment dürfen.
Und weil wir spanische Rotweine sehr mögen, mal wieder ein paar neue Sorten probieren wollten und ja kürzlich erst ganz viel dazugelernt haben (siehe letzter Beitrag), haben wir unser Degustierpaket mit 6 verschiedenen Rotweinen der Tempranillo-Traube bestellt.
Tempranillo gehört, genauso wie Cabernet Sauvignon oder Merlot, zu den großen Rotweinsorten. Anspruchsvoll im Barrique ausgebaut kann man seinen Geschmack so beschreiben: "Aromen von Brombeeren, Erd- und Waldbeeren, ergänzt durch Lakrize-Noten, Kräutern, frischem Gras, dazu je nach Ausbau ein Hauch von Schokolade und Tabak. Im Gaumen zeigen sich diese Weine vollmundig, aber ausgewogen, mit milder Säure. Dafür verleiht der präsente Gerbstoffden Weinen viel Rückhalt...." (aus dem aktuellen Delinat-Journal "Weinlese").

Für Weinkenner wollen wir sie hier einzeln aufführen:
Pasión Delinat, La Mancha DO 2008
El Molino, La Mancha DO 2009
Vegas Altas Selección, Ribera del Guadiana DO 2009
Tres de Azul y Garanza, Navarra DO 2008
Osoti, Rioja DOCa 2006
Urubi La Cantera, Rioja DOCa 2006

Jetzt freuen wir uns auf neuen Geschmack, besseres Wetter und endlich wieder lange Abende auf unserer schönen Terasse mit Blick nach Sanssouci bei einem guten Tropfen.

Montag, 10. Mai 2010

In der Weinschule

Normalerweise wird ja am Hasso Plattner Institut in Potsdam fleißig Informatik studiert und rund um die Informatik geforscht. Aber neben der fachlichen Ausbildung in IT-Systems Engineering legt das Hasso-Plattner-Institut großen Wert auch auf die nicht-fachlichen Kompetenzen der Studenten, also auf die "Softskills". Zu diesem Zweck findet alle 2 Wochen ein sogenanntes Softskill-Kolloquim mit praxisrelevanten Themen statt. Letzte Woche hatten wir Gelegenheit, eins dieser Kolloquien zu besuchen. Bernhard Moser von der Weinschule Berlin plauderte munter und entspannt aus seinem unglaublich reichhaltigen Erfahrungsschatz.
Wir hörten Interessantes zur Weingeschichte und haben gelernt, was die verschiedenen Bezeichnungen auf Weinflaschen bedeuten.
Wussten Sie z.B., dass der Chateau Mouton Rothschild beispielsweise ausschließlich aus Beeren von mindestens 30 Jahre alten Rebstöcken gemacht wird? Denn je älter ein Rebstock wird umso feiner seine Frucht.
Oder dass Rotwein seine Farbe aus den Farbstoffen der Schale einer roten Traube bekommt und umso dunkler ist, je länger seine Maischegärung dauert? Und dass Eiswein bei unter -7°C gelesen UND gekeltert werden muss?
Sehr interessant unter anderem auch, dass man von einem spanischen 'Gran Reserva' aus dem Jahr 2009 besser die Finger lässt. Denn Gran Reserva muss 24 Monate im Barrique lagern und anschließend nochmal 36 Monate in der Flasche, bevor er in den Handel darf.
Für ganz Preisbewusste gabs am Ende sogar noch ein Rezept zur Herstellung eines Proseccos in der "Aldi-Variante": Man nehme 1 Karton des billigsten Aldi-Weins, einen Haufen Zucker, kippe das alles zusammen in einen Soda-Max und fertig ist der billigste Prosecco der Welt :-).

Bernhard Moser ist selbst gelernter Koch, erlernte dazu den Beruf des Kellners und verkaufte mit geringem Grundwissen den meisten Wein, worauf sein damaliger Chef ihm eine Ausbildung zum Sommelier finanzierte. Bereits mit 28 Jahren leitete er das Münchener Hofbräuhaus. Heute ist der gebürtige Österreicher Inhaber seiner eigenen Weinschule in Berlin, in der er mit viel Verstand, Humor und noch mehr Herz fundiertes Wissen an Interessierte bringt.