Sonntag, 30. August 2009

Prompte Reaktion

Nachdem wir sowohl im Internetportal qype, als auch hier unserer Enttäuschung über das Calandi in Potsdam Raum gegeben haben und auch die Calandi-Zentale in München direkt über die dortigen Zustände informierten, kam doch wenige Stunden nach der Veröffentlichung eine email vom Calandi-Geschäftsführer:


"....vielen Dank für Ihre ehrliche, wenn auch vernichtende Kritik. In Potsdam ist einiges schiefgelaufen und wir bitten dies zu entschuldigen. Wir haben reagiert und die Filiale wurde gestern an einen neuen erfahrenden Pächter übergeben. Dieser wird heute und morgen für Vorbereitungen nutzen und wahrscheinlich am Dienstag neu eröffnen. Vielleicht geben Sie ihm und seinem Team ja mal eine Chance....."

Das nennen wir doch mal Kritikfähigkeit. Dafür gibts von uns einen dicken Pluspunkt, weil man bei Calandi anscheinend doch Wert auf zufriedene Kunden legt. Wir werden dem neuen Pächter im Calandi natürlich gern eine Chance geben und an dieser Stelle berichten, bzw. den qype-Nutzern ggf. rechtzeitig Entwarnung geben.

Enttäuscht!

Im vergangenen Jahr entdeckten wir im Hauptbahnhof Potsdam CALANDI... ein Systemgastronomiekonzept, ähnlich der Kette VAPIANO.
Das Konzept ist so einfach wie gut - auf der Calandi-Website wird wie folgt geworben:
"Gesund und frisch bedeutet zeitnahe Zubereitung der Speisen ohne Konservierungsstoffe und künstliche Geschmacksstoffe.... Die angebotenen Speisen Pasta, Pizza, Salate sowie verschiedene Snacks werden nur aus hochwertigen Zutaten frisch vor den Augen des Kunden nach seinen persönlichen Wünschen zubereitet
. Zudem erwarten Sie gleichbleibende Qualität und Geschmack."



Anfänglich waren wir begeistert, auch in Potsdam ein solches Konzept zu finden. Die Mitarbeiter waren motiviert und freundlich, das Ambiente sauber und gepflegt, die Gerichte frisch, knackig und geschmacklich prima. Die Karte kleiner als beim großen Vapiano-Konkurrenten bot uns das Calandi trotzdem eine wohltuende Abwechslung zu den Dönerbuden vor einem wochenendlichen Kinobesuch.


Mittlerweile wird dort leider an allen Ecken und Enden gespart. Unsere ersten Beobachtungen nach der Bestellung ließen uns skeptisch werden:
Frisch geschnippeltes Gemüse wird in den "Frischebehältern" der Theke gemischt mit Gemüse, das sichtbar bereits seine besten Zeiten erlebt hat. In anderen Behältern trocknet die Fertigsoße vor sich hin. Kein einziger Behälter ist abgedeckt und bietet so der vereinzelt umherschwirrenden Fliegen einen kulinarischen Landeplatz. Das Geschirr ist angeschlagen. Die Tische sind klebrig von diversen Essensresten und in der Geschirrablage stapeln sich benutzte Teller und Gläser unserer Vorgänger. Die einzige Bedienung wirkt völlig überfordert... Kurz: Das Potsdamer Calandi-Restaurant bietet ein trauriges Bild.
Unser erster Eindruck eines vernachlässigten Konzeptrestaurants bei der Bestellung an der Theke bestätigte sich allerspätestens mit seinem angewidert verzerrten Gesicht, nachdem Harald auf ein gammeliges Rucolablatt seines Pastagerichtes gebissen hatte. Soweit zur angepriesenen Qualität... das ist weder frisch, noch gesund und schon gar nicht lecker. Wir ließen das Gericht zurückgehen und bekamen immerhin eine neue Portion, die Harald ohne Rucola bestellte. Dieses Mal überwog der Geschmack von Fondor-Geschmacksverstärker, von Fertigpampe und künstlichen Aromen....Tomate? Fehlanzeige. Was ist mit dem Werbeslogan "...zeitnahe Zubereitung der Speisen ohne Konservierungsstoffe und künstliche Geschmacksstoffe..." ???
Statt eines geriebenen Parmesan oder Peccorino gabs klebriges Edamer-Gekröse auf die fertiggekochten Klebenudeln. Mediterran ist das nicht...
Was ist bloß los im Calandi-Potsdam? Gut ist was anderes!


Fazit:
Das Essen ist zwar reichlich, aber hat qualitativ derartig nachgelassen, dass wir in der nächsten Zeit lieber noch 3 Euro drauflegen und lieber doch wieder beim Italiener unseres Vertrauens essen gehen. Den Vergleich zum Vapiano-Konkurrenten verliert Calandi (jedenfalls in Potsdam) haushoch!