Sonntag, 23. November 2008

Gaumenfreuden in Kühlungsborn

Bereits eine Woche ist es her... das große Galadiner im Strandhotel Sonnenburg Kühlungsborn.
Inzwischen haben wir alle kulinarischen Eindrücke ausreichend verarbeitet und abgespeichert, wollen Euch, liebe Küchenschreck-Leser, natürlich nicht länger auf die Folter spannen und endlich berichten, was Küchenchef Guido Schwabe und Inhaber Alexander Zollner in diesem Jahr auf die Tische der Sonnenburg-Stammgäste gezaubert haben.

Die Menüfolge wurde komplettiert mit Wei
nen aus der Pfalz. Erklärungen rund um die einzelnen Edelreben kamen wie immer von Weinkenner Manfred Zaddach, der -ebenfalls wie immer- mit jedem Gang ein bisschen lustiger wurde, was Teile des Abends ebenso lustig gestaltete. Herr Zaddach verfügt nämlich über ein mehr als fundiertes Wissen rund um Wein...

Genug der Vorrede, jetzt gehts los:


1. Röschen von der Tomaten- und Trüffelbutter als Brotaufstrich
Endlich! Nachdem wir so lange Kritik am immer wieder angebotenen Kräuterquark geübt und in den letzten Besuchen jedesmal standhaft verweigert hatten, wurden unsere "Gebete" erhört. Die beiden Buttersorten erwiesen sich als hervorragende Gaumenkitzler und machten als Starter so richtig Appetit auf mehr... Auch wenn viele Gäste den Kräuterquark bevorzugen...wir kennen mindestens 4 Leute, die sich über Abwechslung freuen wie die Kinder ;-)! Weiter so.

2. Dreierlei vom Kaviar
Ketakaviar (vom Lachs) auf Kartoffelstampf, Ei und Schnittlauchcreme - schmeckte ein bisschen wie Heringssalat und die Meinungen gingen am Tisch etwas auseinander. Insgesamt herzhaft und salzig.
Deutscher Kaviar auf geräuchertem Stör - Räucherfisch und Kaviar. Gut, aber nicht extra erwähnenswert.
Sevrugakaviar mit Rindertatar auf Kartoffelplätzchen - geschmacklich wie optisch die gelungenste Kombination des Ganges. Kreative Zusammensetzung und ein super Geschmackserlebnis.

3. Kalbscarpaccio mit schwarzem Wintertrüffel
Feine Zutaten, ohne Zweifel. Geschmacklich sehr gelungen. Da man aber an einem Carpaccio nicht sooo wahnsinnig viel falsch machen kann, ist so ein Gang fast immer ein Genussgarant.





4. Ricottatortellini mit den Meeresfrüchten Jacobsmuschel, Scampi und Hummer
Dieser Gang erinnerte an den vom Vorjahr (Hummertortellini von und mit kanadischem Hummer). Der Hummer wird wohl nie mit uns Freundschaft schließen (der war wie Gummi). Dafür waren Scampi und Jacobsmuschel aber äußerst fein!



5. Schaumsüppchen von der Artischoke mit Lammspiesschen
Auch im letzten Jahr gab's ein Schaumsüppchen. Das war allerdings aus Linsen gekocht. Das Artischockensüppchen mit dem Spiesschen (das ein kleiner Rosmarinzweig war) haben wir zum diesjähringen Favoriten des ganzen Menüs erklärt. Bitte, bitte in die offizielle Speisekarte aufnehmen... :-)


6. Kanadischer weißer Heilbutt auf Rosenkohlblättern mit Jörg Müllers Noilly Prat Sauce
Jetzt werdet Ihr Euch fragen, wer um alles in der Welt Jörg Müller ist und was es mit Noilly Prat auf sich hat. Lange Rede, gar kein Sinn: Jörg Müller ist seines Zeichens einer der besten Sterneköche Deutschlands mit eigenem Hotel und Restaurant in Westerland auf Sylt, bei dem nicht nur Sonnenburg-Chefkoch Guido Schwabe sondern auch schon Johann Lafer gelernt haben (nur der Vollständigkeit halber sollte vielleicht an dieser Stelle erwähnt werden, dass Lafer nach der Müllerschen Grundausbildung zum besten Patissier Deutschlands gekürt wurde...).
Bei NOILLY PRAT handelt es sich um einen ganz speziellen südfranzösischen Wermuth, der als "König der trockenen Wermuths" gehandelt wird. Die Sauce war tatsächlich der Knaller. Küchenschreck Anja als kleine Saucenfetischistin bestellte sogar nach... so gut, dass wir diesem Gang extra mehr Text widmen.

7. Campari-Orangensorbet
Sorbets werden bei mehrgängigen Menüs oft als Zwischengang gereicht, da sie die Verdauung anregen und das Sättigungsgefühl verrringern. Letztes Jahr also Birne, dieses Jahr die bittere Note des Campari in Kombination mit süßer, frischer Orange. Erfrischend und schmackhaft.






8. Dreierlei vom Ibericoschwein - Roulade, Medaillon vom Filet und Serranoschinkenan gratiniertem grünen Sargel...dazu Keniabohnen und pikante Kräutergnocchi
Das Ibericoschwein ist eine bekannte Delikatesse aus den Eichenwäldern Spaniens. Die halbwilden, schwarzen Schweine leben in Freiheit in den riesigen Wäldern der Estramadura und ernähren sich nur von Eicheln (von denen es sein feines und nussiges Aroma erhält) und frischen Gräsern. Der Schinken (Jamon Iberico de Bellotta) gilt landläufig als bester Schinken der Welt. Das Kilo Iberico-Fleisch kostet im Großhandel zw. 30-50 €... Ein bißchen Warenkunde hätte als Vorrede hier ganz gut getan. Denn mit dem Hintergrundwissen über ein Iberico-Schwein und dessen Einmaligkeit in der Gourmetküche hätten wir diesen Gang besser zu würdigen gewusst. So war uns die Roulade zu trocken, der Schinken zu spärlich, aber das Filet toll! Die Aromen des besonderen Fleisches kamen im Gaumen also weniger an, passten aber trotz allem gut zum gereichten Rotwein (unten mehr dazu).

9. 5 Käsesorten aus Europa (auf dem Foto im Uhrzeigersinn):
*El Tronchon Truffes (Schafskäse mit Trüffeln aus Spanien)
*Rotweinkäse (Kuhmilchkäse aus Deutschland)
*Taleggio (Kuhmilchkäse aus Italien)
*Tete de moine (Kuhmilchkäse aus der Schweiz)
*Cheddar (Kuhmilchkäse aus Irland)
Der Käse an sich war jetzt keine große Überraschung, warten doc
h mittlerweile gut sortierte Supermärkte bereits mit all diesen Sorten auf. Bemerkenswert waren allerdings die hervorragenden Dips, die mit frischem Brot gereicht wurden. Hier zu nennen: Feige mit Senf, Grappa mit Trüffel und Honig mit Trüffel. Obwohl unsere Mägen schon ziemlich zu tun hatten, waren die Dips schlichtweg ein HAMMER!

10. Grand Dolci (gemischter süßer Kram)
Weniger wäre hier echt mehr gewesen. Im einzelnen schmeckten das weiße Schokoladenparfait, die Zwetschge auf Quarkkeulchen, der Birnenstrudel, die Creme Brulé und die Waffel mit Erdbeere und Sahne sehr gut. Der gesamte Gang wirkte allerdings eher zusammengewürfelt, um der Menge auf dem Teller Willen. Ein echtes Highlight wäre es z.B. gewesen, nur das Schokoladenparfait mit heißem Birnenstrudel zu servieren.

11. Kaffee und Pralinen
Dazu ein Tresterbrand von einem Gewürztraminer.... den Espresso haben wir noch geschafft. Auch gab es in diesem Jahr für jeden Gast ein eigenes Tellerchen mit 3 Trüffelpralinés (letztes Jahr haben wir fair geteilt), was uns sehr gefiel. Aber leider waren wir nach 6 Stunden (!) dinieren dermaßen gesättigt, dass einfach nix mehr rein ging.



Ergänzend geben wir an dieser Stelle noch die Weine bekannt, die unsere Speisen begeleiteten:
Pinot blanc de noir (2006) brut
Flaschengärung

Weißburgunder Spätlese trocken
(2007)

Weisenheimer Mandelgarten, prämiert mit der silbernen Kammerpreismünze
Riesling Spätlese "Alte Reben" trocken (2007)
Sausenheimer Hütt, prämiert mit der goldenen Kammerpreismünze

Spätburgunder Auslee trocken
(2005)

Sausenheimer Honigsack, goldene Kammerpreismünze und Gold DLG

Scheurebe Eiswein
(2003)

Kirchheimer Römerstrasse, prämiert mit goldener Kammerpreismünze

Gewürztraminer Tresterbrand


Das große Wein-Resümee:

Der Sekt zu Beginn ist unser Highlight in diesem Jahr. Auch der Eiswein hatte ein tolles Aroma, wurde leider aber zu warm serviert, so dass viel Genuss flöten ging.
Bei allen anderen Rebensäften haben wir festgestellt, dass wir einfach nicht zu den Liebhabern deutscher Weine gehören. Die intensive Säure nahm teilweise viel zu viel Raum im Gaumen ein, so dass der Genuss eines folgenden Speiseganges nur halb gewährt war...schade eigentlich.

Unser Fazit:

Wie immer haben wir ein super Wochenende erlebt: mit bekannten und neuen Gesichtern der Sonnenburg.
Wie immer wurden wir herzlichst empfangen und umsorgt.
Wie immer haben uns unsere Tischnachbarn Claudia und Carsten tatkräftig beim Probieren, Kosten und Fotografieren der Speisen unterstützt.
Für all das sagen wir DANKE!

Zusammenfassend und im Unterschied zu den vergangenen Jahren haben wir aber auch festgestellt, dass die Reise durch Europa für uns eher ein buntes Sammelsurium der verschiedensten Speisen gewesen ist. Jeder Gang für sich war sehr lecker, insgesamt jedoch für uns zu ähnlich der Menüfolge des vergangenen Jahres, was im Nachgang ein bisschen enttäuschte. Vielleicht wäre es eine lukullische Steigerung, wenn die einzelnen Gänge noch feiner aufeinander abgestimmt wären. Da bietet das Thema Portugal, das für das 2009 favorisiert wird, doch sicher einiges an Ideen...wir sind schon jetzt gespannt.

Freitag, 14. November 2008

Auf zum Ostsee-Galadiner

Es ist wieder soweit!

Das Strandhotel Sonnenburg in Kühlungsborn hat wie in jedem Jahr seine Stammgäste zum großen Galamenü eingeladen. Wir befinden uns sozusagen gerade auf dem Sprung und sind gespannt, mit welchen Genüssen die Sonnenburg-Küche morgen Abend aufwartet.

Das Thema in diesem Jahr:

Eine kulinarische Reise durch Europa
begleitet von Weinen aus der Pfalz

Lasst Euch überraschen! Wir werden berichten! :-)

Freitag, 31. Oktober 2008

In der eigenen Küche: Tomaten-Paprika-Creme

Wir haben wiedereinmal gewerkelt und experimentiert. Herausgekommen ist eine sehr leckere Tomaten-Paprika-Creme, die Ihr mit wenigen Handgriffen nachkochen könnt. Das Rezept dafür enthalten wir Euch natürlich nicht vor.
Die angegebenen Mengen reichen für 4-5 Personen als Vorspeise bzw. für 2 Personen zur Hauptmahlzeit.

Man nehme

2 Paprikaschoten
1 gr. Dose geschälte Tomaten
1 große Zwiebel
3 Knoblauchzehen
2 Scheiben rohen Schinken
Tomatenmark
Wasser
Salz, 1 kl. getrocknete Chilischote, je 1/2 TL milden Curry und Ingwerpulver (den kann man auch frisch reinreiben), 1 gute Prise edelsüßen Paprika, 1 Schuss weißen Balsamico, 2 EL Zucker, 1/2 Becher Schlagsahne

und bereite daraus


- Parika entkernen, waschen und häuten
(dafür Schoten auf ein Backblech legen, die Haut nach oben, dann auf die obersten Sprosse in den Backofen legen und bei Grillfunktion bei ca. 220°C warten, bis die Haut dunkel wird und Blasen schlägt...anschl. Schoten in eine Tüte packen und etwas abkühlen lassen...einzeln herausnehmen und schälen)
- Zwiebel klein würfeln und mit den beiden Scheiben Schinken und kleingeschnittenem Paprika in Olivenöl anschwitzen
- ein Klecks Tomatenmark dazu und unter rühren mit anbraten
- mit etwas Wasser ablöschen
- Tomatendose zugeben - Tomaten dabei zerkleinern
- Knoblauch putzen, halbieren und in die Suppe geben
- würzen mit Zucker, Salz und Chili
- kurz brodelnd kochen lassen
- anschl. Hitze runterdrehen und weiterwürzen mit Curry, Ingwer und Baslamico
- ca. 15 Minuten bei kleiner Hitze und geschlossenem Deckel vor sich hinköcheln lassen
- Schinkenscheiben herausfischen
- 1 Prise Parika dazu
- alles mit dem Pürrierstab zu einer schönen Creme zerkleinern
- Schlagsahne einrühren und vom Herd nehmen
- für ein intensives Aroma lasst die Suppe jetzt für 1-2 Stunden durchziehen und streckt die Konsistenz nach Belieben mit etwas Wasser

Die Suppe könnt Ihr mit Parmesanraspeln, einem Klecks Creme Fraiche oder Mozzarellastückchen servieren. Mit den o.g. Gewürzen ist die Suppe ideal für die kalte Jahreszeit, weil sie gut scharf ist. Sie schmeckt allerdings auch im Sommer, wenn Ihr Curry und Inger durch Oregano und Basilikum ersetzt. Dann könnt Ihr sie beispielsweise auch kalt servieren.

Bon Apetit!

Dienstag, 28. Oktober 2008

In der eigenen Küche: Rosenkohl im herzhaften Rahm

Jetzt, wo es wieder kalt wird und der Gemüsemarkt auf Wintergemüse umstellt, erfreuen wir uns in unserer Küche an deftigen Kohlgerichten, ob nun als Gemüse, als Eintopf oder selbstkreierter Nudelsosse. Deshalb gibts an dieser Stelle für Euch ein viel erprobtes Rezept und auch wenn Rosenkohl in Verbindung mit Spaghetti etwas gewöhnungsbedürftig klingt, wir wissen: OBERLECKER!


Unser Rezept (für 2 Personen mit ordentlich Appetit):

Man nehme

1 kg Rosenkohl
1 handvoll magerer Schinkenspeck
1 Zwiebel
1/4 Liter trockener Weißwein
250 g Doppelrahmfrischkäse
Pfeffer, Salz, Muskat, Koriander, 1 EL Mehl
250 g Nudeln (vorzugsweise Spaghetti oder Linguine)

und bereite daraus

- Rosenkohl putzen, am Strunk einkreuzen, in einer Salzwasser-Wein-Mischung blanchieren, anschl. mit eiskaltem Wasser kurz abschrecken (damit die Farbe erhalten bleibt und der Garprozess unterbrochen wird-für Bissfestigkeit)
- Zwiebel schälen, fein würfeln und mit Olivenöl in einer großen Pfanne mit hohem Rand glasig schwitzen
- Schinkenspeck dazu und kurz anbraten
- Mehl darüberstäuben, gut durchrühren
- nach und nach Wein zugeben (etwas einkochen lassen)
- mit Pfeffer und Salz würzen; Muskat und Koriander nach Belieben dazu
- Frischkäse in vorbereiteten Stücken zugeben und unter Rühren auflösen lassen
- das Ganze kurz aufkochen lassen, danach Hitze runterdrehen
- Nudeln kochen (wobei man das restliche Wasser von Rosenkohl dünsten benutzen kann),
Nudeln abgießen und abschrecken

- Nudeln und Rosenkohl zur Soße in die Pfanne geben und gut vermischen
- das Ganze nochmal ganz kurz hochkochen lassen...

... und auf vorgewärmten Tellern anrichten.
Als passenden Wein empfehlen wir einen Viognier oder Weißburgunder.

Achtung! Da Kohl bläht und im Gericht kein Kümmel vorhanden ist, ist es ratsam, dieses Gericht nur für den Eigenbedarf zuzubereiten bzw. nach seinem Genuss keine allzu großen Ativitäten mehr zu starten ;-)

Trotz allem: Guten Appetit !!!

Für Kinder in Not

Heute gehts hier beim Küchenschreck mal um etwas ganz jenseits von Kochmütze und Gaumenfreuden.
Dass Weihnachten vor der Tür steht, erkennen wir u.a. an den vielen Lebkuchen, Zimtsternen und Schokoweihnachtsmännern, die uns jetzt schon in jedem Supermarkt locken. An verstärkter Douglas-Parfüm-Werbung im Fernsehen. Aber oft auch an den ganzen Briefen von wohltätigen Vereinen, Behindertenwerkstätten, Religiösen Einrichtungen oder 3.Welt-Hilfsorganisationen die derzeit in unsere Briefkästen flattern und uns um unsere Spende bitten. Viele von diesen Schreiben flattern -Hand aufs Herz- teilweise ungelesen in unsere Papierkörbe, können wir doch nicht entscheiden, wem wir helfen wollen. Oder wissen wir einfach nicht, wie seriös eine solche Spendenaktion tatsächlich ist. Kommt unser Geld auch wirklich dort an, wo es dringend gebraucht wird oder wird es nur totverwaltet (erinnern wir uns nur mal an den Unicef-Skandal dieses Jahres)?
Heute geht es hier um Hilfe. Hilfe für Kinder. Viele Kinder haben noch nie ein Weihnachtsgeschenk bekommen. Könnt Ihr Euch das vorstellen? Dabei geht es nicht um Kinder irgendwo auf dem Erdball. Diese Kinder leben hier, mitten unter uns, mitten in Europa. Machen wir ihnen eine Freude zu Weihnachten! Geben wir ein Stück von unserem Wohlstand weiter - für leuchtende Kinderaugen!
In diesen Tagen wurden wir auf ein Pro
jekt aufmerksam, das uns sofort begeistert hat:

Ein Projekt, das mit der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" an Not leidende Kinder im Alter von 0-14 Jahren denkt. Kinder ohne Familie, ohne ein gemütliches Zuhause, ohne Wärme und Geborgenheit.
Man packt einen Schuhkarton voll mit hübschen Sachen, beklebt das Ganze mit Geschenkpapier, Gummi drum und TATA: fertig ist ein kleines Wunder. Ganz viel ausführliche Information bekommt Ihr, wenn Ihr auf einen der obigen Link klickt. Der bringt Euch direkt zur Website. Hier könnt Ihr aussuchen, wie genau Ihr helfen möchtet, ob nun mit einem selbstgepackten Schuh-Geschenk-Karton oder einer finanziellen Unterstützung.
Veröffentlicht die Aktion auf Euren Websites, in Euren Blogs, erzählt Freunden und Kollegen davon. Damit dieses Weihnachten für Kinder in Not ein fröhliches Weihnachten wird!

Samstag, 11. Oktober 2008

Pacha Mama, Potsdam

Das Pacha Mama (auch "lächelnde Mutter"...die Wikipedia schreibt dazu: Mama Pacha bzw. Pacha Mama war Ehefrau von Pachakamaq und eine drachenartige Fruchtbarkeitsgöttin, die über die Saat und die Ernte wachte...verursachte Erdbeben) ist ein kleines, gemütliches Bar-Restaurant mit spanisch-mexikanischer Küche. 
Dort bekommt man kalte und warme Tapas, Tortillas, Fajitas, leckere Suppen oder Salate. Die Karte ist übersichtlich, wird aber durch eine wechselnde Wochenkarte ergänzt. Die meisten Gerichte schmecken supergut. Man kann draußen sitzen und ergattert im Sommer, wenn man Glück hat, auch einen bequemen Liegestuhl, in dem man genüsslich seinen Sundowner schlürfen kann. Dieses Lokal ist mein Geheimtipp, da es noch nicht von Touristenmassen eingenommen wird. Es liegt sehr ruhig und doch direkt am Park Sanssouci (Ausgang “Affengang”: weg von den Terrassen immer geradeaus). Unbedingt ausprobieren!

Café Guam, Potsdam

Auf unserer Suche nach einem neuen Zuhause kehrten wir Anfang des Jahres zwischen diversen Besichtigungsterminen im Café Guam ein. Die Tafel vor dem Haus versprach tolle Käsekuchen und echte Holländische Schokolade.
Im Innern: ein kleines, aber feines Café. Wir wurden sehr freundlich empfangen und über das Kuchenangebot informiert. Es gibt tatsächlich “nur” Käsekuchen, den aber immer in mindestens 6 verschiedenen Varianten (pur, mit Johannisbeeren, Stracciatella, Mohn, Cranberrys, Mandarinen, etc...). Und jede Variante schmeckt OBERLECKER! Dazu gibt es dort wirklich guten Kaffee, der in “Omas altem Prozellan” serviert wird. Die holländische Schokolade ist ein Traum und sehr zu empfehlen.
Achtung! Das Café befindet sich mitten im Holländerviertel - entsprechend groß ist der Andrang, besonders am Wochenende. Aber mit ein bißchen Geduld findet man immer ein Plätzchen.

Donnerstag, 14. August 2008

Neulich bei McDonalds

Als geborene Schlemmermäulchen verachten wir Fastfood ja eigentlich! Andererseits begeben wir uns im Auftrag des guten Geschmacks ja immer wieder in die Höhle verschiedener Löwen, um Euch an den kulinarischen Höhen und Tiefen internationaler Gast- und Kochkultur teilhaben zu lassen.
Und weil man ja auch auf langen Autofahrten durchaus Hunger bekommt, verschlug es uns neulich mit dem kleinen Hunger an den Hacken an den Rasthof Kökern zu McDonalds und damit auch ins McCafé.
Also diese McCafé-Idee ist schonmal großartig.
In gepflegtem und schicken Design-Ambiente könnte man ja glatt vergessen, dass man in jener Fastfoodkette angekommen ist, die labberige Hamburger mit tonnenweise Mayo an fettleibige Talkshowgucker verkauft.
F
ür alle einigermaßen ernährungsbewussten Menschen, die sich trotz Burgerabstinenz dennoch gern mal was für die Hüften gönnen, schnappt hier die Falle zu! Ansprechend dargeboten warten nämlich in einer Vitrine hinter Glas ganz frisch aussehende Muffins, Brownies und diverse Fruchtkuchen. Da kann man doch zum Kaffee auch noch was Süsses mitnehmen... und weil dieses Prinzip so gut funktioniert und man inzwischen tatsächlich Menschen bei McDonalds entdeckt, die man sonst dort nie vermuten würde, setzt das Unternehmen sein Prinzip fort und bietet derzeit auch Suppen für den kleinen Hunger an. Coole Idee das! So weit, so gut.
Unsere Mägen knurrten und wir wählten aus dem aktuellen McDonalds-Angebot ("Einfach mal Asien") den Beef Lang Tsu mit Sesamröllchen und Kartoffeltalern . Dazu gabs aus dem McCafé eine frische Tomatensuppe mit Ciabattabrötchen und ein Mango-Joghurt-Frappé.


Zunächst mal: zwischen dem Beef Lang Tsu auf dem Foto und dem, was wir bekamen, liegen Welten.
Geschmacklich riss allenfalls der Wasabi das Ruder etwas auf die Punkteseite. Die Kartoffeltaler und auch die Sesamröllchen waren knusprig, heiß und geschmacklich wirklich gut!



Richtig punkten konnten die Sachen aus dem McCafé. Die Suppe war sehr lecker, schmeckte nichtmal nach Beutelsuppe. Das Ciabatta dazu war richtig frisch und cross und das Mango-Joghurt-Frappé schlechtweg ein Gedicht!











Fazit:

Burger bei McDonalds bleiben eben Burger bei McDonalds. Eine Fastfood-Entgleisung dieser Art pro Jahr reicht also.
Die Produkte im Café haben uns widererwarten überzeugt! Wir sind inzwischen Wiederholungstäter geworden und haben neulich Brownie und Schokotaler mit ziemlich gutem Kaffee probiert und ebenfalls für gut befunden!

Für unterwegs ist das McCafé durchaus vielen anderen überteuerten Rasthöfen vorzuziehen - Fürsprecher für Fastfoodprodukte werden wir aber auch in Zukunft nicht!

Freitag, 22. Februar 2008

Garni Hotel Burghof; Hof

Wenn wir für die Firma Kleemeier nach Hof in Franken unterwegs sind, um Braut- oder Abendmodekatalogzu fotografieren, nächtigt unser Team meist im kleinen, aber feinen Hotel "Burghof". Hinter einer Gründerzeitfassade verbirgt sich ein ganz romantisches Kleinod, liebevoll restauriert und eingerichtet. Nur wenige Minuten vom Hofer Bahnhof und der Hofer Innenstadt entfernt, ist es sehr günstig und doch sehr ruhig gelegen.
Bei Hotelinhaberin Anita Hartmann fühlt man sich herzlich willkommen und eigentlich ist es schade, dass wir immer nur so kurze Zeit im Hotel verbringen.
Die Zimmer sind mit hellem Laminat verlegt und mit gemütlichen Stilmöbeln (neue, aber auf "antik" gemacht), schönen Stoffen, Telefon, TV und Minibar ausgestattet. Im Keller befindet sich eine kleine Sauna und ein Fitnessraum, die zum bewegen oder entspannen einladen.
Das Frühstück ist klein, aber sehr reichhaltig.
Wer in Sachen Sauberkeit so super-ober-pingelig ist wie ich, der wird leider hier und dort auf kleinere Mängel stoßen. Unter den Betten tummeln sich ab und an "Wollmäuse" und im Badezimmer sind manche Oberflächen doch arg verstaubt (Dusche, Badewanne, Waschbecken und WC aber immer in Ordnung)... hieran müßte wirklich noch gearbeitet werden. Ansonsten kann ich den "Burghof" wärmstens weiterempfehlen.
Hier ein paar hübsche Schnappschüsse von meinem letzten Besuch:

Donnerstag, 21. Februar 2008

Kulinarische Highlights im Strandhotel Sonnenburg, Kühlungsborn

Ach Du je... wenn ich mich hier so umschaue, dann liegt der letzte Eintrag schon ein ganzes Weilchen zurück. Was nicht heißen soll, dass der Küchenschreck sich verkrochen hat, um Winterschlaf zu halten. Ganz im Gegenteil. Nun gilt es, das Erlebte aufzuarbeiten und nachträglich für alle Küchenschreck-Leser miterlebbar zu machen.
Eines unserer liebsten Urlaubsdomizile ist die Ostsee. Ich liebe sie seit meiner Kindheit und Harald ist seit einigen Jahren ebenfalls begeisterter Ostsee-Urlauber. Unsere Reisen führten uns nach Usedom, Rügen, Hiddensee, auf den Darß und seit längerem immer wieder nach Kühlungsborn und in das privat geführte Strandhotel Sonnenburg
Parallel zur Strandpromenade lässt es sich in den 29 Zimmern (22 DZ, 3 EZ, 4 Suiten) des Haupthauses und den 19 Ferienwohnungen im Nebengebäude sehr gut aushalten. Die Gestaltung der Zimmer ist weniger mondän, dafür aber sehr geschmackvoll und gemütlich. Alexander Zollner und sein Team sind stets und ständig darum bemüht, allen Gästen fast jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Kein Wunder, dass man immer gern wiederkommt.
Kaum zu topen und wärmstens zu empfehlen ist die großartige Küche des Hauses. Neben den beliebten "Topsellern", die man immer auf der Karte finden wird, wechseln die Gerichte je nach Saison. Ein superheißer Tipp sind die Spaghetti Scampi, nach denen man zwar meilenweit und noch 3 Tage später nach Knoblauch riecht aber trotzdem sofort süchtig wird. Schon so oft haben wir versucht, dieses Gericht zuhause nachzukochen - vergeblich. So gut wie in der Sonnenburg kriegen wir das einfach nicht hin und Stammgast hin oder her: Herr Zollner rückt das Rezept einfach nicht raus.
Kleiner Tipp ans Haus: der Kräuterquark vor dem Essen ist eine sehr nette Geste und beim ersten und zweiten Mal sehr lecker... aber langfristig wäre auch hier Abwechslung toll... Ideen liefern wir sehr gern!
Einmal im Jahr lädt Familie Zollner Stammgäste des Hauses zu einem kulinarischen Event ein. Im letzten November hatten wir zum 2. Mal Gelegenheit, diesem Ereignis beizuwohnen. Uns erwarteten 10 Gänge exklusivster Speisen, monatelang ausgetüftelt und zusammengestellt. Passend zu den Gerichten wurden verschiedene Weine gereicht und eingehend erklärt, so dass sich die Liste der von uns bevorzugten Rebensäfte auf diese Weise immer wieder verlängert.
So sitzt und genießt man einen ganzen Abend lang und wenn mir vorher jemand gesagt hätte, ich soll fast 7 Stunden essen, dann hätte ich es nicht geglaubt. 
Lange Rede - kurzer Sinn: Natürlich wollen wir Euch ein bisschen teilhaben lassen und präsentieren:

Le Grand Culinaire - eine italienisch-französische Begegnung

1. Dreielei vom Thunfisch (Tatar, Sashimi, geräuchert)
    (leider haben wir vor lauter Begeisterung vergessen, ein Foto zu machen :-(..lecker wars
     trotzdem)

2. Gefüllte Wachtel an Kartoffel-Steinpilz-Pürree mit Barolosauce
(Allein die Barolosauce ist ein Genuss und harmonierte hervorragend zum aromatischen Pürree)

3. Schaumsüppchen von italienischen Berglinsen mit Parmaschinken und altem Balsamico
    (Selbst Harald, der keine Linsen mag, hat ohne Murren aufgegessen...das Zusammenspiel aus Linsen und 
Balsamico war eine echte Gaumenfreude)


4. Hummer Tortellini von und mit kanadischemHummer
(Okay...klingt toll, sieht toll aus... brachte uns aber zur Erkenntnis, dass Hummer zukünftig nicht zu unserer Leibspeise wird)


5. Gebratenes Filet vom Loup de Mer auf sautiertem Rucolasalat mit Trüffelschaum und 
italienischen Wintertrüffel
    (Der Burner! Zarter aromatischer Fisch, der knackige, leicht
     bittere Rucolangeschmack und die nussigen Trüffelnoten
     waren ein Geschmacksfeuerwerk auf der Zunge. Bestnoten für
    diesen Gang!)

6. Birnensorbet mit marinierten Wiliamsbirnen
(Als Zwischengericht zum Neutralisieren eigentlich viel zu schade, weil dafür geschmacklich viiiiel zu gut. Unsere Tischpartnerin Claudia und ich haben kurzzeitig überlegt, ob wir die Küche stürmen sollen, um Sorbetreste aus den Kühlschüsseln zu kratzen...)

 
7. Chiana Rind an gegrilltem Gemüse mit pikanter
     Pfeffersauce und Polenta
    (Erstklassiges Fleisch, außen knusprig, innen weich und saftig;
sehr gut, aber keine wirkliche Steigerung zu den beiden 
vorhergehenden Gängen.)

8. Orangen-Kokos-Panna Cotta auf gratinierten Feigen
(Hier schieden sich die Geister... ich fand's superlecker, andere zwar auch, aber wohl nicht ganz so super wie ich... naja, Geschmäcker sind halt verschieden...)


9. Kleine Käseauswahl
(... eine gute Auswahl an milden und     würzigen Käsesorten - ideal zum
                                                                                      Magen schließen)


10. Kaffee & Pralinen
(Der wunderbare Espresso des Hauses wurde ergänzt durch ein Tellerchen mit erlesenen Pralinés. Gewundert haben wir uns, dass 4 Personen 6 Pralinen gereicht bekamen...aber wir haben gerecht geteilt und hatten so alle etwas von allen Pralinen.)









Für alle Weinkenner und -liebhaber sei noch die Weinkarte des Abends erwähnt:
Aperitif: Crémant de Bourgogne brut "Francoise Chauvenet"
2006 Viognier "Domaine Fontareche", Languedoc (zu 1,2)
2006 Terra Antica, Gris de Sciacarellu, Korsika (zu 3,4)
2006 Sancerre, Domaine Michel Girard et Fils, Loire (zu 5,6)
2002 Chateau Moulin de Lavaud, Lalande de Pomerol, Bordeaux (zu 7-9)
Digestif: Vieille Prune d'Alsace "Jean Louis", Elsass (zu 10)

Dieser Abend war definitiv einer der kulinarischen Glanzpunkte des vergangenen Jahres. Wir freuen uns jetzt schon auf unseren nächsten Besuch in der Sonnenburg und sind bereits jetzt auf den nächsten Gourmetabend sehr gespannt!