Dienstag, 25. September 2007

Cum Laude - Restaurant an der Humboldt Universität in Berlin

Zwei Tage lang habe ich in dieser Woche die XML-Tage 2007 an der Humboldt-Universität in Berlin besucht (siehe hierzu einen Beitrag in More semantic...!). Konferenzen und Tagungen könen -- kulinarisch betrachtet -- in wahre Abenteuer ausarten, da das Konferenzprogramm neben den üblichen Schnittchen und Teilchen (=Kuchenbuffet) auch interessante und (oder auch nicht) köstliche Ausflüge in die lokale Gastronomie vorsieht. So stand als Lokalität für die Mittagsverpflegung diesmal das Restaurant CUM LAUDE direkt neben der Mensa im Hauptgebäuder der Humboldt-Universität Unter den Linden auf dem Programm.

Das Hauptgebäude der Universität selbst offenbart sich als klassizistischer Bildungstempel: hohe Gänge und Räume, hallende Tritte, Freitreppen und Abgüsse (denke ich) bekannter Friese und Büsten (kein Wunder, wir sind ja auch direkt neben der Museumsinsel). Das Restaurant selbst besteht aus drei Räumen. Hinter dem Barbereich, dessen Wände Bilder von Nobelpreisträgern schmücken, befindet sich der Speiseraum.
Das Konferenz-Mittagessen bestand aus -- den hier wohl üblichen -- drei Gängen. Angefangen hat alles noch ganz gut mit einem leckeren Salat (Eisbergsalat, Mais, Tomaten, Sprossen mit Vinaigrette). Doch das danach ausgewählte Putengeschnetzelte mit Reis hatte deutlich schon bessere Zeiten erlebt. Der Reis war totgekocht und kaum mehr noch als eine weiße (zudem geschmacklose, da kaum gesalzene) Masse, auf der graue Fleischstücke mit schwarzen 'Stracciatella-Punkten' gruppiert wurden. Moment....Stracciatella im Putengeschnetzelten...? Nach genaueren Nachforschungen konnte ich herausfinden, dass es sich bei den Punkten um die Reste von Broccolli-Knospen handelte (da ich ein Stück wabbrigen grünen Strunks zwischen den Fleischstücken zu Tage fördern konnte). Zwar war das Ganze noch geschmacklicher Durchschnitt, aber es hat doch einige Zeit zu lange gekocht.
Für eine Mensa -- und selbst dort fände ich das nicht sehr vorteilhaft -- wäre ein derartig lange gegartes Gericht noch 'verständlich' (wenn auch nicht wirklich bekömmlich). Allerdings für ein Restaurant...ich weiss nicht. Auch wenn die Location recht angenehm ist und die Kellner (wenn auch nicht immer der deutschen Sprache mächtig) doch sehr bemüht -- immerhin gab es auf Nachfragen doch noch Pfeffer und Salz zum Nachwürzen -- war ich sehr enttäuscht, da ich im vergangenen Jahr doch eher einen guten Eindruck von diesem Restaurant gewonnen hatte....
Daher als Fazit.....wohl eher RITE als CUM LAUDE....

Restaurant CUM LAUDE

View Larger Map

Adresse:
Universitätsstr. 4
10115 Berlin
Mitte-Tiergarten-Wedding
Tel 030 2082883

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 8.30-23.30 Uhr
Sa 12-23.30 Uhr
So 11-21 Uhr
Mo-Fr Büffet incl Kaffee oder Tee 3,50 Euro

Fazit:
Location: ****
Geschmack: * (aus den Erfahrungen im vergangenen Jahr hätte es *** gegeben müssen...)
Service: ***

Sonntag, 23. September 2007

Mongolisches Restaurant Dschingis Kahn in Siegen

Waren Sie schon mal in Siegen, hatten Hunger aber kennen sich in der Stadt nicht aus? Eines der ersten Restaurants, auf das man stößt, wenn man in Siegen aus dem Bahnhof 'fällt' ist das Mongolische Restaurant Dschingis Kahn (leider habe ich im Netz kein Bild gefunden). So geschehen bei unserem ersten Aufenthalt in Siegen zur DeLFI 2007 (hier nachzulesen...). Die Aussicht auf ein reichhaltiges Buffet für einen durchaus vernünftigen Preis von 12,80 Euro lies uns die Stufen in die erste Etage des 80er Jahre Beton-Kubus erwartungsvoll hochsteigen. Zu unserem Glück gab es auch einen Tisch für 6 Personen -- der sich aber als reichlich eng dimensioniert erwies, so dass anschließend beim Essen besondere Vorsicht geboten war, um nicht den Tischnachbarn in die Quere zu kommen.

Aber zurück zum Thema: das Essen. Ein mongolischer Grill (wie ich mich von meinem Kollegen Sérge aufklären lies) ist etwas ganz besonderes. Das Prozedere läuft wie folgt ab: Von dem reichhaltigen Buffet stellt sich der hungrige Kunde sein Wunschgericht zusammen, d.h. man wählt (rohes) Fleisch und diverse Gemüse, krönt das Ganze zum Abschluss noch mit einer der gut 10 verschiedenen Soßen und gibt das Ganze in einem Teller zum (anscheinend mongolischen) Koch. Genau....es gibt nur einen Koch, der mit drei großen Grillplatten versucht, dem Andrang der Kundschaft Herr zu werden. Mitunter wird die 'krude' Zusammenstellung der verschiedenartigen Zutaten von ebendiesem Koch mit einem skeptischen Kofschütteln goutiert, aber -- ein jeder eben nach seinem Geschmack. War die Zusammenstellung nicht wirklich treffend (hier wieder ein Rat von Sérge, man solle nicht zu viele unterschiedliche Dinge auf seinen Teller packen...) versucht man im nächsten Gang eben etwas anderes. Auch wenn das Angebot riesig ist, war ich nach drei Gängen gerade noch im Stande einen 'kleinen' Nachtisch (gebackene Banane, Honig und Vanilleeis...) zu mir zu nehmen. Der Preis für die Getränke ist ebenfalls ok (ein trockener Weisswein 0,25l für 4,50 Euro), zumindest habe ich durchaus schon schlechteren Wein getrunken.

Insgesamt hat dieser Ausflug in die mongolische Küche -- vorallem auf Grund des interessanten Ablaufs und der Freude am Selbstzusammenstellen -- sehr großen Spaß gemacht. Geschmacklich und qualitativ waren die Gerichte (Zutaten) dem Preis angemessen und man hat die Möglichkeit, sich richtig satt zu essen. Dafür also ein dickes Plus. Auch die Kellner sind sehr freundlich und bemüht -- auch wenn man den Eindruck gewinnt, es solle möglichst viel Getränkeumsatz erzielt werden...
Einziger Minuspunkt: man sitzt reichlich beengt und das ist vor allem unangenehm, wenn am Nebentisch Raucher sitzen (und davon gab es reichlich in diesem Lokal). Aber vielleicht ändert sich das ja im nächsten Jahr, wenn die entsprechende Gesetztgebung endlich greift....

Mongolisches Restaurant Dschingis Kahn:

View Larger Map
Tel.: 0271-31365888

Links:

Mein Fazit:
Location: ***
Geschmack: ****
Service: ***

Dienstag, 18. September 2007

Mensa Universität Siegen - Der große Küchenschreck-Mensatest 02


Diese Woche hat es uns für drei ganze Tage in die 'Weltstadt' Siegen verschlagen (mehr zur dort stattfindenden Tagung 'DeLFI 2007' bei more semantic...!). Da die Teilnahmegebühren der an der Universität Siegen stattfindenden Tagung anscheinend nicht für ein gemeinsames Mittagessen ausgereicht haben, schickt man uns in die hauseigene Mensa. Jörg und ich versuchen hier die kommenden Tage zu überleben und ich werde berichten....

Die Siegener Universität präsentiert sich als 'schlichter' 70er Jahre Betonklotz (wie so viele andere Universitätsneugründungen) und befindet sich auf einem Campus etwas außerhalb der Stadt (die Delfi findet in der Adolf-Reichwein-Straße statt...Adolf Reichwein war übrigens ein bekannter deutscher Pädagoge). Die Mensa selbst ist großzügig (für mehrere tausend Studenten) ausgelegt und funktioniert nach einem interessanten Prinzip, das anscheinend zur 'Entspannung' der Warteschlangensituation dient. Bevor man sich zur eigentlichen Essensausgabe begibt, muss man im Foyer eine Essensmarke lösen. Zu diesem Zweck kann man (hinter Glas) die jeweiligen Gerichte bestaunen und sich (al Gusto) ein entsprechendes aussuchen und bei der freundlichen Mitarbeiterin eine Marke lösen. Daraufhin kann man sich in eine nächste Warteschlange begeben, die entweder zum 'Menu', zum 'vegetarischen Menu' oder aber auch zum 'Grill' führt. Der Preis für das Menu beläuft sich für Gäste auf 5,10 Euro. Ich hatte mich allerdings für den Grill entschieden (generell 3,50 Euro), an dem es Putengeschnetzeltes mit Broccoli und Reis gab. Einen detaillierteren Blick auf die Speisepläne findet man hier.

Vom Geschmacklich war ich eigentlich -- für Mensaverhältnisse -- positiv überrascht. Der Broccoli (zwar etwas verkocht) hat noch nach einem solchen geschmeckt, der Reis (ziemlich klebrig) war tatsächlich auch gewürzt, und das Putengeschnetzelte war recht lecker. Die Portion war zudem überaus ausreichend dimensioniert.....genau das Richtige, um danach in ein zufriedenes 'Kantinenkoma' zu fallen.

Aber...man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben. Um wenigstens ein einigermaßen repräsentatives Bild zu gewinnen, werde ich die kommenden Tage ebenfalls das Mensaabenteuer auf mich nehmen.....und berichten ;-)


View Larger Map

Tja, die folgenden 2 Tage entschieden wir uns für das gleich neben der Mensa gelegene und gut besuchte Bistro. Dort kann man zwischen unterschiedlichen Salaten, belegten Brötchen, Pastagerichten und Pizzen wählen, die insgesamt einen ganz guten Eindruck machen. Aufgrund der Tatsache, dass jeweils auch ein üppiges Abendessen bevorstand, entschied ich mich an beiden Tagen jeweils für Salat (einmal mit Schafskäse, einmal mit Thunfisch). Der Salat ist essbgebar, wenn auch nicht übermäßig lecker. Die Salatblätter haben -- wenn man wie wir erst nach 13 Uhr kommt -- ab und an schon Alterungserscheinungen...aber auf alle Fälle wie schon erwähnt eben 'essbar' und durchaus sättigend. Allerdings war es nicht möglich, dazu ein simples trockenes Brötchen zu bekommen. Das Ambiente -- kleine runde Tischchen mit jeweils mindestens 4 Stühlen -- ist etwas beengt geraten. Sollten tatsächlich 4 Personen am Tisch sitzen, kommt unweigerlich das Gefühl auf, man würde sich in einer Sardinenbüchse befinden....und das, obwohl noch Semesterferien sind.

Aber unsere kulinarischen Erfahrungen in Siegen reichen noch weiter...schließlich war ja auch Abendessen angesagt. Aber -- da außerhalb der Mensa/Universität -- mehr in einem Folgebeitrag...

Samstag, 8. September 2007

Cafe Lounge Restaurant Vernissage in Osnabrück


Nach der Osnabrücker Mensa (über die hier im vorangegangenen Artikel ausführlich berichtet wurde) führte uns der Weg am Abend, nach Beendigung der Tagung ('Podcast University' in Osnabrück) in das Restaurant 'Vernissage' -- Cafe - Lounge - Restaurant, in der Johannisstr. 37/38 in Osnabrück. Was für ein Gegensatz zur Mensa ;-)

Ok, das Ambiente ist zunächst einmal schlicht, aber ansprechend. Wir saßen an Tischen aus dunklem Holz (auf weiss gefließten Boden) mit Leder-Sitzbänken (auch eine große weisse Ledersofa-Sitzecke findet sich hier...aber die ist nicht wirklich zum Essen geeignet) und 50er Jahre Wohnzimermöbel und (anscheinend käuflich erwerblichen) Ölbildern. Im hinteren Bereich befindet sich die ausgestreckte Bar mit kleinen Tischen (ebenfalls dunkles Holz) unter arkadenartigen, tiefen Fenstern. Alles in allem macht das Restaurant vom Ambiente einen gepflegten Eindruck.
Die Karte (präsentiert im Stil einer Kaffeehaus-Zeitung in entsprechendem 'Zeitungshalter') war knapp aber ebenfalls sehr ansprechend. Ich entschied mich für die Spaghetti mit Rucola, gerösteten Pinienkernen und Fetakäse, eine Wahl, die ich nicht bereut habe. Sehr schmackhaft, aber auch ziemlich Öllastig. Aber der Geschmack der Pinienkerne zusammen mit dem Rucola (der hätte zugegebenermaßen etwas mehr sein können), wirklich prima!
Daneben gab es noch mehrere Wraps, Fleischgerichte und andere Nudelgerichte zur Auswahl (meine Begleiter schienen auf alle Fälle ebenfals zufrieden). Der Preis (Spaghett Rucola mit Mineralwasser und ein Ginger-Ale: 11,60 Euro) war ebenfalls verhältnismäßig günstig.
Der Service war auf alle Fälle sehr bemüht (auch wenn der Kollege neu war und die Küche sich 'selbst' noch einmal selbst zum Tisch bemühte, um die Bestellungen zu bestätigen .... was auf alle Fälle besser ist, als etwas unvorhergesehenes zu servieren).
Alles in allem war ich sehr zufrieden und sitze jetzt sehr satt im Zug nach Hause nach Berlin und schreibe an diesem Blogeintrag :)

Leider hat das 'Vernissage' noch niemand bei Google eingetragen (es gibt anscheinend auch noch keine eigene Homepage...)

View Larger Map

und hier die Links:
(auch die Linklage zu diesem Restaurant ist derzeit noch sehr dünn. Daher hier nur eine entsprechende Google-Ergebnisliste, die ja mit der Zeit vielleicht noch wächst.

Ach ja, meine Wertung:
Location: ****
Geschmack: ***
Service: ***

Donnerstag, 6. September 2007

Mensa am Schlossgarten, Osnabrück -- Der große Küchenschreck-Mensatest (01)

Mensa sana in corpore sano....oder so ähnlich ;-)
Da es mich ja nun beruflich ab und an in besagte universitäre 'Sättigungsbetriebe' zum Zwecke der Nahrungsaufnahme verschlägt, warum nicht auch der Mensa ansich eine Sparte im Küchenschreck widmen? Also, fangen wir gleich mal an...

Heute (eigentlich gestern, 05.09.2007, um genau zu sein) war ich zu Gast in Osnabrück auf einer Tagung mit dem Titel 'Podcast University' (wen die Sache inhaltlich interessiert, kann hier meinen Live-Blogbericht nachlesen). Zur Mittagspause wurde uns von einem der Gastgeber der Tagung empfohlen, die Osnabrücker Mensa zu besuchen. Diese -- so unser Gastgeber -- wäre bereits mehrfach in einem Vergleich der deutschen Mensen auf einen der vorderen Ränge platziert gewesen und daher durchaus empfehlenswert. Gesagt, getan....also ließen wir uns den Weg zur 'Mensa am Schlossgarten' weisen.
Der Bau selbst ist -- zumindest vom inneren her besehen -- sehr schön geraten. Viel Holz, eine Cafeteria und ein Kicker im Untergeschoss sahen schon recht vielversprechend aus. Im Obergeschoss wurden vor der Essensausgabe die in der dortigen Küchen verwendeten Bioprodukte angeprießen und so standen wir vor der Wahl, uns verschiedene Einzelkomponenten zu einem 'Gesamtmenue' zusammenzustellen.

Mein Testessen bestand aus 'Cavatappi-Nudeln mit Pestosauce', Chinakohlsalat mit Orangen-Sahne-Dressing (Chinakohlsalat ist ja sooo typisch Mensa...) und irgendein Quark mit Schokostreußeln und Dosenbirne zum Abschluss. Das ganze kostete (zum Gästepreis) 3,95 Euro. Ok...so weit, so gut. Die Nudeln (eine Art von Spirelli), waren (für Mensaverhältnisse) außerordentlich gut al-dente. Das Pesto war aber irgendwie nicht sonderlich gut geraten und schmeckte irgendwie nach 'Standardsoße'. Der Chinakohlsalat war bezogen auf den Einsatz von Gewürzen, die ebenfalls etwas zu kurz gekommen waren, relativ geschmacklos. Der Quark war süß, ohne weitere Highlights....
Also warum man um ein derartiges Essen solch einen 'Bohei' veranstaltet? (Das Osnabrücker Studentenwerk wirbt übrigens mit dem Slogan 'Mmmmmensa....." und "damit Studieren gelingt") Zugegeben, ich habe schon schlechter in bundesdeutschen Mensen gegessen. Aber wirklich GUT war DAS NICHT.
Nachdem ich im WWW die Gerüchte um das gute Abschneiden der Osnabrücker Mensa im deutschen Vergleich bestätigt gefunden hatte, möchte ich der Mensa zugestehen, dass sie gestern wohl einen schlechten Tag hatte.
Jörg bleibt noch einen Tag länger hier in Osnabrück. Mal sehen, ob er morgen auch hier essen wird und was er anschließend sagt....

Ach ja, hier die Links zur Osnabrücker 'Mensa am Schlosspark':


View Larger Map

Ach ja, meine Wertung:
Location: ***
Geschmack: **
Service: - (kann man hier ja nicht vergeben...)

Samstag, 1. September 2007

Rossi - Kaffegrundversorgung rund um die Uni Jena (Teil 2)


Schlägt man (in Jena) vom Ernst-Abbe-Platz den Weg Richtung Norden ein, gelangt man unvermeidlich erst einmal in die Krautgasse und damit zu Herrn Rossi, der 'letzten Espressobar vor dem Campus'. Cooler Name, wer erinnert sich nicht an jene italienische Zeichentrickfigur Herrn Rossi mit seinem besserwisserischen Hund Gaston, auf der steten Suche nach dem vielzitierten 'Glück'....

Eine Zeit lang bin ich wirklich gerne zu Herrn Rossi gegangen und habe mich dort in steter Regelmäßigkeit frühmorgens mit meinem ersten Kaffee versorgt. Zugegeben, die Öffnungszeiten (im Semester bereits ab 7.30 Uhr) kommen einem doch sehr entgegen, wenn man bei der Vergabe der Vorlesungstermine in den Semesterferien mal wieder geschlafen hat und eine (oder gar mehrere) Lehrveranstaltungen beginnen bereits um 8 Uhr (d.h. dass alle anderen Dozenten mal wieder die 'schönen' Termine, Dienstags bis Donnerstags zwischen 10 Uhr und 16 Uhr belegt haben....). Frühmorgens allerdings weht einem erst einmal der kalte Nikotingeruch des Vortags aus den engen 20 (oder weniger) Quadratmetern entgegen. Und ist man einmal etwas später dran, muss man (bevor man seinen Kaffee bekommt und mit dem Pappbecher in der Hand des Weges ziehen kann) Wartezeiten an der Theke zwischen bis zu 40 anderen (meist rauchenden) Gästen in Kauf nehmen und verbreitet für den Rest des Tages dann den diskreten Geruch eines Räucherschinkens. Dies ist auch der Grund, warum ich seit einigen Monaten meinen morgentlichen Kaffee lieber in einem anderen Laden hole....(dazu aber später).

Die Lage (bzgl. der Uni) ist 1A, keine 150 Schritte von meinem Büro und dazu noch morgens auf dem Weg. Innen minimal und straightforward. Einige Stehtische, Barhocker am Tresen und am Fenster -- dazu für den Sommer noch einige Tische und Stühle keine 20cm vom Straßenverkehr entfernt (und nicht in der Sonne). Was aber wiklich stört ist die rauchgeschwängerte Atmosphäre (die bei geflissentlich geschlossener Türe auch noch zelebriert wird).
Der Kaffee (Segafredo) ist Geschmackssache. Eine Zeitlang mochte ich ihn richtig gerne (auch wenn er zugegebenermassen etwas nach Maschinenöl schmeckt...). Auch der Preis konnte sich sehen lassen (1,75 Euro für den großen Kaffee, 1,90 Euro zum Mitnehmen).
Der Service ist eher als 'durchwachsen' zu bezeichnen (je nach dem, wer gerade hinter dem Tresen steht). Bei einigen Servicekräften ist man schon nach wenigen Tagen bekannt und braucht gar nicht mehr zu sagen was man eigentlch gerne haben möchte ;-)
Dazu gibt es noch Bonus-Cards, d.h. das 10. Getränk ist demnach gratis (was den o.a. Preis zusätzlich relativiert).

Bewertung:
Location: **
Kaffee (Geschmack): ****
Service: ***



View Larger Map

Links: